Berthold Moosmann

Das Fundament

1983 - 1992

Bewiesenermaßen ist ein solides Fundament das Wichtigste am ganzen Gebäude. Ich habe den Bau dieses Fundamentes bereits mit den ersten Schritten in das Berufsleben begonnen, als ich mich in jungen Jahren in Süddeutschland analog zur Entwicklung vom Maurerlehrling zum Maurermeister durch viele Gebäude von der Kellersohle bis zum Wetterhahn auf dem Dach gearbeitet habe. Das Vertrauen meiner Arbeitgeber in mich hat rasch dazu geführt, dass ich das wachsende Wissen um die Ausführung mit den organisatorischen Verantwortlichkeiten als Polier und den damit verbundenen Aufgaben bezüglich Kalkulation und Abrechnung ergänzen konnte. Ich merkte schnell, dass mir diese Verantwortung nicht nur Spaß machte, sondern auch viele Möglichkeiten der Mitgestaltung an Prozessen umfangreicher Baumaßnahmen eröffneten. Um diesen Boden weiter festigen zu können, erschien mir die Weiterbildung zum Betriebswirt konsequent und schuf mir damit die Basis für eines der heutigen Leistungsbilder der Kostenplanung.

· 1983 - 1986 Maurerlehre

· 1987 Polier

· 1991 Maurermeister

· 1992 Betriebswirt des Handwerks

· 2003 Master of Business Management (CCI)

Die Eckpfeiler

1992 - 2001

Die planerische Mitgestaltung, der unmittelbare Einfluss in Bauabläufe, die Planung von Kosten zugunsten aller Beteiligter und nicht zuletzt der Spaß an der Arbeit, haben mich in den folgenden Jahren die tragenden Säulen meiner heutigen beruflichen Existenz errichten lassen. Durch die Mitarbeit in einem Betonfertigteilwerk habe ich bereits früh die Möglichkeit bekommen, überwiegend alleinverantwortlich Kalkulationen und Angebote ziel- und kundenorientiert auszuformulieren und Arbeitsabläufe firmenintern zu optimieren.

Die sehr enge Zusammenarbeit mit Schweizer Unternehmen war dabei nicht nur prinzipiell eine interessante Erweiterung des Horizontes, sondern hat mich auch nachhaltig geprägt. Da in der Schweiz die überwiegende Rechtsform die AG ist, habe ich viele für mich relevante Vorteile kennen- und schätzen gelernt und später eine auf diesen Interaktionen fundierte Entscheidung für mein eigenes Unternehmen treffen können.

1996 zog ich dann in den Norden nach Hamburg. Hier sammelte ich bei einem mittelständischen Bauträger, der sich auf den Bau von Pflegeheimen spezialisiert hatte, die ersten Erfahrungen in den Bereichen Ausschreibung, Vergabe und Bauleitung. Im Anschluss daran ergänzten bei dem Unternehmen Dyckerhoff + Widmann AG die Aufgabengebiete Angebotsverhandlungen und -auswertungen, Facheinkauf und Vertragsgestaltung an dem Schwerpunkt Erlebnisbäder meine Wissensbasis. Die komplexen Anforderungen der nicht ganz alltäglichen Bauvorhaben bewiesen sich dabei per se zu guten Schulungsobjekten für die heute besonders flexible wie individuelle Herangehensweise an jedes neue Projekt.

· 1992 - 1995      Kalkulation und Planung von Betonfertigteilen in einem mittelständischen Fertigteilwerk

· 1996 - 1997      Bauleiter bei Willy Kuhrt Bauregie, Bauvorhaben: Pflegeheime, Discothek

· 1997 -2001       Vertragsmanager bei Dyckerhoff + Widmann AG, Bauvorhaben: Erlebnisbäder

2001 - 2003

Umstrukturierungen, Kosteneinsparungen und damit entstandener Werte- und Qualitätsverlust bei meinem Arbeitgeber brachten mich 2001 dazu, mir meiner eigenen Prioritäten, Wünsche und Zukunftspläne bewusst zu werden. Ich wollte vieles besser machen, den Weg nach vorne nach meinen eigenen Vorstellungen entwickeln und zog noch im selben Jahr meine Konsequenzen:

Ich beendete das Angestelltenverhältnis für den Start in die eigene Selbständigkeit und einen großen Schritt dahin, wo wir heute sind.
Mit vier Freiberuflern als Unterstützung gründete ich das Unternehmen „BMI – Berthold Moosmann Ingenieurdienstleistungen“ und erweiterte stetig den Umfang unserer Kompetenzen in den Gebieten Kostenmanagement, Ausschreibung und Vergabe. Dank eines guten Rufes unter ehemaligen Kollegen zählten schneller als erwartet repräsentative Aufträge für z.B. Airbus oder dem Musicaltheater "Der König der Löwen" zu vorzeigbaren Referenzen und bekräftigen mich damit in meiner Entscheidung.

2003 - 2006

Nach ein paar Jahren Alleingang entschied ich mich 2003 zu einer geschäftlichen Partnerschaft mit dem Architekten Peter Rosenzweig und die gleichzeitige Umfirmierung in die „LV AG“. Dies war der Beginn der Erweiterung unseres Leistungsspektrums um die Felder Architektur und Bauüberwachung, von denen letzteres bis heute zu einer der wichtigsten Leistungen des Unternehmens geworden ist.

Dass die Wahl der Unternehmensform dabei auf die Rechtsform der AG gefallen ist, lässt sich auf die guten Erfahrungen meiner Zusammenarbeit mit der Schweiz zurückführen. Neben vielen wirtschaftlichen Vorteilen war mir die Möglichkeit wichtig, mit möglichst wenig bürokratischem Aufwand Mitarbeiter an dem Unternehmen beteiligen zu können, um mit partnerschaftlichen Strukturen anstelle von starren Hierarchien meine Vorstellung von gemeinschaftlicher Stärke und Teamgeist umsetzen zu können.

Obwohl die grundsätzliche Entwicklung der LV AG positiv verlief, war meine Vision die heutige Spezialisierung in die Richtungen Kostenmanagement und wirtschaftliches Bauen. Ende 2005 verließ Peter Rosenzweig unser Unternehmen.

2006 - heute

Die Professionalisierung der bürointernen Arbeitsweise mittels Qualitätsmanagement, die Entwicklung von Mitarbeiterebenen mit unterschiedlichen Verantwortungsgraden und die Förderung der Soft Skills meiner Projektleiter waren ab sofort die Basis des weiteren Wachstums.

Die Entwicklung von Kooperationsmodellen mit Architekten ab 2006 boten die Möglichkeit des frühen Mitwirkens und Mitsteuerns entscheidender Planungsprozesse und führten so dazu, dass heute im Sinne und zur Zufriedenheit aller Planungsbeteiligten und Bauherren entworfen, errichtet und bezahlt wird.

2011 bin ich über das Projekt Eingangskomplex Inselpark in Hamburg Wilhelmsburg dann auf Daniel Reichert gestoßen. Unsere Leistungen bauten aufeinander auf, da er für die Ausschreibung der Baugrube verantwortlich war, wir im Anschluss daran für die des Hochbaus. Die Zusammenarbeit hat so gut funktioniert, dass die weitere Nutzung des Synergie-Effektes eine logische Konsequenz war. Unsere Kernleistungen Kostenmanagement, Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung entwickelten sich nun sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau stetig weiter. Anzahl und Umfang der Projekte expandierten als Feedback daraufhin laufend und ließen mich die Entscheidung treffen, die Konstellation, mit der wir in der Vergangenheit viel Erfolg hatten und das Vertrauen der Bauherren gewinnen konnten, als offizielle Partnerschaft in Zement zu gießen. Gemeinsam stehen Daniel Reichert und ich daher seit 2015 als Partner mit dem gesamten Büro für breit gefächerte Kompetenz, wirtschaftliches Kostenmanagement und professionelle Umsetzungen, um Bauprojekte jeglicher Art und Größe anzubieten und bereits neu gesetzte Zukunftsvisionen der LV Baumanagement AG zu erreichen.